Die schöne und die hässliche Seite

Auf der einen Seite sind Katzen die beliebtesten Haustiere in Deutschland.

In rund 8 Mio. Haushalten leben 12,3 Mio. Katzen.

Sie liegen schnurrend auf Sofas, dösen in ihren Körbchen und werden von ihren Besitzern und Besitzerinnen geliebt, umsorgt und verwöhnt.

Doch es gibt auch eine andere...

...die hässliche Seite:

Die hässliche Seite

Auf brachliegenden Grundstücken, verlassenen Fabrikgeländen, in Schrebergärten oder auf Friedhöfen leben verwilderte Katzen, die kein Zuhause haben und nur noch selten menschliche Nähe suchen. Sie leiden an Hunger und sind durch chronische Infektionskrankheiten und Parasitenbefall geschwächt.

Oftmals haben sie bei Verkehrsunfällen oder durch Quälereien Verletzungen davon getragen, die niemand behandelt. Hungrig, krank, verletzt sind sie schutzlos Wind, Regen und Schnee ausgeliefert.

Wie viele solcher Streunerkatzen es in Essen gibt, ist nicht genau bekannt. Eine realistische Schätzung liegt jedoch bei rund 20.000 Tieren; zwei Millionen sollen es in Deutschland sein – Tendenz steigend!

Woher kommen Streuner

"Verwilderte Hauskatzen" "Frei lebende Katzen" 
 "Herrenlose Katzen"  "Streunerkatzen"

bezeichnen alle die gleiche Form des Katzenelends in unseren Städten. 

Letztlich stammen sie alle – egal wie wir sie nennen – ausnahmslos von Katzen ab, die sich ursprünglich in der Obhut von Menschen befanden. Manche wanderten von Bauernhöfen ab, manche wurden und werden von ihren Besitzern vor die Tür gesetzt und sich selbst überlassen. Immer auf der Suche nach einem neuen Lebensraum mit genügend Nahrung durchstreifen sie Territorien von anderen Katzen. Es kommt zu Kämpfen und nicht selten zu Verletzungen und Infektionen. Einige Tiere finden ein neues Zuhause, viele von ihnen verwildern und vermehren sich unkontrolliert. Die so entstandenen Streunerpopulationen verpaaren sich dann oft mit den unkastrierten Hauskatzen "auf Freigang" aus der Umgebung.